Am Mittwoch, 15.03.17, wurde im Hauptausschuss der Hansestadt Attendorn über die weitere Vorgehensweise um den Alten Bahnhof debattiert. Die Verwaltung schlägt vor, da der Verein das Angebot des Ankaufs hat ausschlagen müssen, den Bahnhof nun in eigener Regie zu bewirtschaften.

Dazu sollen die Gebäudeteile, wo zur Zeit der Imbissbetrieb und die alte Bahnhofsgaststätte untergebracht sind, grundlegend renoviert werden. Der mittlere und linke Teil, vom Kreisverkehr aus gesehen, soll aber abgerissen und unter Berücksichtigung des neuen Nutzers wieder aufgebaut werden.

Wer ist der neue Nutzer?
Die Hansestadt möchte das Jugendzentrum vom Heggener Weg näher in die Stadt bringen. Der Standort Bahnhof wäre daher ideal. Der linke Teil soll dafür vorgesehen werden. Eine weitere Nutzung ist tatsächlich das, was sich der Verein seinerzeit auf die Fahne geschrieben hatte. Es soll eine Bürgerbegegnungsstätte mit einer variablen Nutzung entstehen.

Auf unsere Fragen hin, warum denn ein Abriss erfolgen muss und keine Sanierung des Gebäudes erfolgt, wurde versichert, dass dieses aufgrund der Holzfachwerkbauweise mit Holzböden aus Brandschutzgründen, statischen und energetischen Gründen nicht wirtschaftlich erfolgen kann.

Da die UWG das Gebäude als Ganzes aber als durchaus Ortsbildprägend sieht, möchten wir den Wiederaufbau in dem jetzigen Stil erfolgt wissen. Über kleinere optische Änderungen können wir sicherlich sprechen.

Offensichtlich ist das auch die Meinung der SPD. Diese hat dann den Antrag gestellt, dass das Gebäude abgerissen und im jetzigen Stil wieder aufgebaut werden solle. Die Verwaltung und auch die CDU sind jedoch der Meinung, dass man sich damit zu früh festlegt und eine richtige Nutzung damit ausschließt.

Wir sind jedoch der Ansicht, dass das Planungsteam um eine Raumnutzung dann frühzeitig weiß, dass die Außenhülle gewissen festgelegten Regeln unterworfen ist. Somit soll verhindert werden, dass ein Bauwerk in einer nicht passenden architektonischen Bauart an den verbliebenden Restbahnhof lieblos angeflanscht wird.

Da der Antrag von uns ebenfalls gestellt werden sollte, haben wir uns dem SPD Antrag angeschlossen.

Fazit: Die Nutzung muss sich am Gebäude orientieren und nicht das Gebäude an der Nutzung.